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UNESCO verlangt Abholzungsmoratorium in Bialowieza

06.07.2017
UNESCO verlangt Abholzungsmoratorium in Bialowieza


Welterbe-Komitee kritisiert polnische Regierung


Im Streit um die Zukunft des UNESCO-Weltnaturerbes Bialowieza-Urwald an der polnisch-weissrussischen Grenze haben die polnischen Umweltschützer heute Unterstützung von der UNESCO erhalten. Das in Krakau tagende UNESCO World Heritage Committee ruft Polen zum Stopp der Abholzung im Urwald von Bialowieza auf. Der Bruno Manser Fonds begrüsst diese Stellungnahme, welche die folgenden Punkte umfasst:

- Die UNESCO fordert Polen auf, die Abholzung im Bialowieza-Urwald sofort einzustellen

- Die UNESCO kritisiert, dass die polnische Regierung die Abholzung in übertriebenem Ausmass mit Sicherheits- und Waldpflegeaspekten begründet habe

- Die gegenwärtige Abholzung erfolgt ohne Prüfung ihres Einflusses auf den ausserordentlichen universellen Wert des Bialowieza-Urwalds

- Die UNESCO wiederholt ihre Forderung nach einem grenzüberschreitenden Management-Plan für den Bilaowieza-Urwald, der sowohl die polnische als auch die weissrussische Seite umfasst

- Die UNESCO begrüsst die Entscheidung der weissrussischen Regierung, die Kernzone des Schutzgebiets um 1250 Hektaren zu erweitern

- Die UNESCO fordert Polen und Weissrussland auf, eine gemeinsame Mission des Welterbezentrums und der IUCN ins Gebiet einzualden, um festzustellen, ob Bialwoieza als bedrohtes WEltanturerebe klassifiziert werden soll

- Die UNESCO hat mit grösster Sorge zur Kenntnis genommen, dass Polen die Stellungnahme der Europäischen Kommission gegen mehr Holzschlag verletzt, was einen unwiderruflichen Artenverlust bewirken könnte

(5. Juli 2017)

 



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by moxi