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UBS-Tropenholz-Skandal: Bundesanwalt steht in der Verantwortung

11.09.2018
UBS-Tropenholz-Skandal: Bundesanwalt steht in der Verantwortung
Bundesanwalt Michael Lauber (Bild) reiste im Juli 2018 nach Malaysia - trotzdem kommt der UBS-Fall nicht voran


Bundesanwaltschaft soll im Strafverfahren um Bestechungszahlungen an den malaysischen Politiker Musa Aman neue Rechtshilfegesuche stellen


(BASEL / SCHWEIZ) Der Bruno Manser Fonds verlangt von der Bundesanwaltschaft, im Strafverfahren gegen die UBS wegen mutmasslicher Geldwäscherei von Bestechungsgeldern malaysischer Tropenholzkonzerne umgehend bei der neuen Regierung von Malaysia und bei der Regierung von Singapur Rechtshilfe zu beantragen.

„Seit Mai 2018 hat sich die politische Situation in und um Malaysia grundlegend verändert“, sagte Lukas Straumann, Geschäftsleiter des Bruno Manser Fonds. „Die Bundesanwaltschaft muss dem Rechnung tragen und umgehend neue Rechtshilfegesuche einreichen. Bundesanwalt Michael Lauber steht nach seinem Besuch in Malaysia dafür persönlich in der Verantwortung.“

Das seit 2012 laufende Strafverfahren gegen die UBS entwickelt sich nur schleppend. Neben dem Widerstand der UBS gegen das Verfahren ist dafür die fehlende Rechtshilfe aus Malaysia und Singapur verantwortlich.

Der Schweizer Bank wird die Geldwäscherei von bis zu 90 Millionen US-Dollar Bestechungsgeldern über ihre Niederlassungen in Singapur und Hong Kong sowie über Briefkastenfirmen in der Karibik vorgeworfen. Die Gelder sollen von Tropenholzkonzernen an Gewährsleute von Musa Aman, dem ehemaligen Regierungschef des malaysischen Bundesstaats Sabah, bezahlt worden sein.



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by moxi